Bio Infos Warum denn Bio aus deiner Region? Was ist biologischer Landbau? Folgende Aspekte kennzeichnen den biologischen Landbau:
Die detaillierten Vorschriften zur Herstellung von Bio-Lebensmitteln sind europaweit einheitlich in der EG-Öko-Verordnung geregelt. Diese Verordnung enthält die Mindeststandards für den Anbau und die Verarbeitung pflanzlicher und tierischer Lebensmittel. In Rheinland-Pfalz wirtschaften über 600 Betriebe nach diesen Richtlinien des biologischen Landbaus. Viele Betriebe sind zudem in den Verbänden des ökologischen Landbaus organisiert und halten strengere Richtlinien ein. Was darf sich "Bio" nennen?Wenn in der Verkehrsbezeichnung auf der Ware "Bio" oder "Öko" erscheint, muss das Produkt den Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung genügen. Folgende geschützte Bezeichnungen für
Öko-Lebensmittel dürfen laut EG-Öko-Verordnung auf der
Verpackung erscheinen: Andere Bezeichnungen wie "aus kontrolliertem Anbau", "rückstandskontrolliert" oder "ungespritzt" weisen nicht auf echte Bio-Produkte hin! Ein weiterer eindeutiger Hinweis auf ein echtes Bio-Produkt ist
die Codenummer der Kontrollstelle, die auf der Verpackung jedes
Öko-Lebensmittels zu finden ist:
In Deutschland steht das staatliche Bio-Siegel seit 2001 für Produkte, die nach den Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung hergestellt wurden. Etwa 45.000 unterschiedliche Bio-Produkte von 2.600 Anbietern tragen inzwischen das Bio-Siegel. Unterschiedliche Anforderungen haben die Anbauverbände des ökologischen Landbaus. Ihre verbandseigenen Richtlinien gehen aber deutlich über die Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung hinaus und werden gesondert kontrolliert. Bekannte Anbauverbände sind Bioland, Demeter, Ecovin, Naturland, Gäa, Biopark, Bio-Kreis, Ecoland. Wie werden Bio-Lebensmittel kontrolliert?Bio-Höfe und Lebensmittel verarbeitende Betriebe, die Bio-Produkte herstellen und vertreiben, werden mindestens einmal jährlich von einer staatlich zugelassenen privaten Kontrollstelle überprüft. Zusätzlich werden unangekündigte Kontrollbesuche durchgeführt. Dabei wird die Buchführung hinsichtlich eingekaufter Betriebsmittel oder Rohstoffe für die Verarbeitung kontrolliert, ebenso wie der Zukauf von Tieren oder Aufzeichnungen zur Tierhaltung. Außerdem werden Felder und Ställe begutachtet und bei Bedarf auch Proben für Rückstandsuntersuchungen gezogen. Auch die Verkäufe an verarbeitende Betriebe und Endverbraucher werden geprüft und mit dem Rohstoffbezug abgeglichen. Dadurch sollen Missbrauch und "wundersame" Vermehrung ausgeschlossen werden. Bio-Betriebe, die einem Öko-Anbauverband angehören, werden zusätzlich auf die Einhaltung der verbandseigenen Produktionsbestimmungen kontrolliert. Was macht Bio-Lebensmittel teurer?Die ökologische Wirtschaftsweise zieht im Pflanzenbau
geringere Erträge und in der Tierhaltung niedrigere Produktionsleistungen
nach sich. Gleichzeitig geht sie mit einem höheren
Arbeitskräfteaufwand einher. Bei der Tierhaltung ist die vorgeschriebene
Stallfläche pro Tier größer und es muss ein zusätzlicher
Auslauf ins Freie gewährt werden. Auch die benötigte
Futterfläche im Anbau ist größer, die Mastzeit dauert
länger. Die Handelsstrukturen sind aufwändiger, da beispielsweise die
Verarbeitung der Erzeugnisse eher in kleineren Handwerksbetrieben erfolgt. Die
Vermarktungsstrukturen sind teilweise noch nicht so effizient wie im
Lebensmittelhandel allgemein. Bio-Lebensmittel einzukaufen ist oft eine Frage der persönlichen Einstellung und Prioritäten In der Haupterntezeit bieten Direktvermarkter eine breite Palette an regionalem Obst und Gemüse preisgünstig an. Bio-Lebensmittel aus der Region und der Saison sind daher die optimale Wahl. Diese Seite drucken
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